Question 0658 (19.5.2010) de M. Jean Colombera (ADR) L’informatique médicale:
Die Verwendung von Informations und Kommunikationstechnologien in einer hochqualitativen medizinischen Versorgung des 21. Jahrhunderts ist unumgänglich geworden.
Allerdings fällt auf, dass trotz massiver Investitionen auf diesem Sektor der erreichte Standard in Sachen Nutzung dieser Technologien noch verbesserungsbedürftig ist (siehe Health Consumer Powerhouse 2009). Um dem Vorschub zu leisten, wäre eine Mitgliedschaft Luxemburgs in der EFMI (European Federation for Medical Informatics) sicherlich erstrebenswert.
In diesem Zusammenhang möchte ich folgende Fragen stellen:
1) Hat der Minister Informationen darüber, ob Luxemburg über eine Vereinigung verfügt, die sich mit medizinischer Informatik befaßt?
2) Wenn nein, würde der Minister eine Gründungsinitiative einer solchen Vereinigung begrüßen und gegebenenfalls unterstützen?
3) Wie ist die Position des Ministers in Bezug auf die Umsetzung von eHealth in Luxemburg?
Réponse commune (21.7.2010) de M. Mars Di Bartolomeo, Ministre de la Santé et de M. François Biltgen, Ministre de l’Enseignement supérieur et de la Recherche:
Der Bereich der Informatik im Gesundheitswesen ist äußerst breit gefächert.Die in diesem Bereich in Luxemburg tätigen Akteure beteiligen sich sowohl an Arbeiten von fach spezifischen medizinischen Vereinigungen, welche sich den in ihrem Fachbereich anfallenden Fragen der medizinischen Informatik widmen, als auch an Arbeiten ausländischer
Vereinigungen, die sich spezifisch mit dem Themenbereich der medizinischen Informatik befassen.
Die beiden Ministerien haben keine Kenntnis von luxemburgischen Vereinigungen, welche sich ausschließlich mit der Thematik der medizinischen Informatik befassen. Der Gesundheitsminister steht jedoch einer Gründungsinitiative .in diesem Bereich positiv gegenüber, insofern diese einen Mehrwert für die in diesem Bereich tätigen Akteure bedeutet.
Zurzeit begleitet und fördert das Gesundheitsministerium im Rahmen der eHealthInitiative bereits die Gründung einer nationalen „Health Level 7“Gruppe, um in diesem wichtigen Themenbereich der Interoperabilität ein nationales Forum aufzubauen. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe internationaler Standards für den Austausch von Daten zwischen Organisationen im Gesundheitswesen und deren Computersystemen.