Die Patiente Vertriedung asbl organisert in Zusammenarbeit mit AKUT asbl und APPAAL, am 17. März 2009, ab 20 Uhr, in der Victor Hugo Halle (Luxemburg/Limpertsberg) eine Konferenz (Eintritt frei) zum Thema:
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) durch Umweltgifte?
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Die häufigsten chemischen Belastungen von Kindern sind Umweltgifte und lebensstilbedingte Noxen. Eine Exposition beginnt bereits vor der Geburt. Mitunter können diese Belastungen langfristig weitaus stärker auf die kindliche Entwicklung wirken, als bisher angenommen.
Die Situation von Kindern in Bezug auf Umweltgifte wird vor dem Hintergrund der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diskutiert. Neue Studien zu Tabakrauch, Blei, PCBs, Pestiziden, Quecksilber und Mangan verdichten die Hinweise auf neurotoxische Schädigungen, deren Symptomatik starke Ähnlich-keiten zur kindlichen ADHS aufzeigt. Neurotoxine müssen zukünftig weitaus stärker als Risikofaktor berück-sichtigt werden. Es zeigt sich zudem, dass interdisziplinäre Arbeit für eine Kinderumwelt und damit ein Erzie-hungsfeld ohne Neurotoxine notwendig ist.
Die Erziehungswissenschaft muss sich an der Diskussion beteiligen, da sozialpädagogische Maßnahmen nach gegenwärtigem Kenntnisstand nur einen Teil der Intervention bei Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter darstellen. Prävention kommt eine besondere Rolle zu, da pädagogische Rahmenbedingun-gen, Arrangements und Settings, in denen Kinder sich entwickeln können, ein gesundheitlich unbedenkli-ches Umfeld in die pädagogische Planung integrieren müssen.
Referent: Ulf Sauerbrey, M. A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Bildung und Kultur
Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Theorie der Sozialpädagogik
D - 07737 Jena


