
Der Kommentar: 2,50 Euro für das Budget ...
von Robert Schneider
Viele Freunde hatte die von der Generalversammlung der Gesundheitskasse beschlossene persönliche Beteiligung von 2,50 Euro, die bei jedem Besuch einer Poliklinik fällig wurde, ohnehin nicht.
Weder die Patienten, denen nicht so recht klar war, wofür sie diese eher symbolische Summe ausgeben sollten, noch die Krankenhäuser, denen zusätzlicher Verwaltungsaufwand und indirekte Kontrolle durch die CNS missfielen, erfreute die Taxe.
Zur Sanierung der Gesundheitskasse war die Maßnahme kaum geeignet; nicht einmal eine Million wird zusätzlich eingenommen.
Zur Abschreckung jener, die sich der Polikliniken als Krankenscheinautomat bedienen, reicht die bescheidene Summe auch nicht aus.
Bleibt das Argument der Transparenz: Die CNS wollte über die gezahlte Taxe kontrollieren, ob die Spitäler bei den angegebenen Besucherzahlen in den Polikliniken, die als Kostenfaktor bei der Rückvergütung durch die Kasse in die Berechnungen einfließen, auch die tatsächlichen Visiten angaben. Diese Absicht wurde u.a. durch Umbenennungen von Abteilungen ad absurdum geführt.
Nachdem die "Patientevertriedung" ob des Chaos um die Taxe jetzt mit einer Unterschriftenaktion drohte, gab der Gesundheitsminister eine Evaluierung in Auftrag, der im Herbst eine Entscheidung folgen wird. Wie diese ausfallen wird, scheint klarer als die Anwendungskriterien der Taxe, die unseres Erachtens bald Geschichte sein wird.
Source: Tageblatt
Date: 11.08.2011