
Gesundheitsreform bremst Krankenhauskosten
(vb) – Die Quadripartite hat am Mittwoch eine positive Bilanz der Gesundheitsreform gezogen. Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo sagte nach dem Treffen, die Reform komme zügig voran und habe sich schon durch einen gebremsten Kostenanstieg ausgewirkt.
So seien die Krankenhauskosten nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform nur noch um 2,5 bis 3 Prozent pro Jahr gestiegen. Vorher waren es rund 10 Prozent pro Jahr. Die Krankenhauskosten stellen einen beträchtlichen Teil der Ausgaben der nationalen Gesundheitskasse dar.
Laut Minister Di Bartolomeo sind auch weitere beschlossene Punkte der Gesundheitsreform gut vorangekommen. So sei zum Beispiel die Agentur e-Health pünktlich geschaffen worden und der Austausch von medizinischem Bildmaterial komme gut voran.
Keinen Konsens hatte die Quadripartite – in der Regierung, Gewerkschaften, Arbeitgeber und die Ärzte und Krankenhäuser vereint sind – beim Referenzarzt gebracht. Ärzteschaft und CNS sind sich über Fragen der Tarifordnung noch nicht einig. Über dieses Thema will man am 6. Juni in einer gesonderten Sitzung beraten. AMMD-Generalsekretär Claude Schummer sprach von einer guten Stimmung innerhalb der Quadripartite, er bedauerte aber, dass es zu wenig Entscheidungen gekommen sei.
Quelle: wort.lu
Datum: 23.05.2012